Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Testament

Wenn man ein handschriftliches Testament verfasst hat, kann man es zu Hause verwahren oder auch einem Freund zur Aufbewahrung geben.
Sicherer ist es, wenn man das Testament zum Amtsgericht gibt und dort verwahren lässt.
Die Verwahrung bei Gericht kostet 75 Euro.
Ein notarielles Testament wird immer zum Amtsgericht in die Verwahrung gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wo sollte ein privates Testament verwahrt werden?
Ein Testament in die amtliche Verwahrung beim Amtsgericht geben
Wie kann man ein amtlich verwahrtes Testament abändern oder ergänzen?

Jeder, der 16 Jahre alt ist, kann ein notarielles Testament machen.
Ein handschriftliches Testament kann man erst mit 18 machen.
Ein solches handschriftliches Testament ist nur wirksam, wenn es komplett handschriftlich verfasst und unterschrieben ist.
Am Computer verfasste oder nicht unterschriebene Testamente sind unwirksam.
Man kann auch zu einem Notar gehen und dort ein Testament beurkunden lassen. Ein solches notarielles Testament kostet aber Geld.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Wann sollte man in jedem Fall ein Testament verfassen?
Wie oft muss ein Testament erneuert werden?

Wenn zwei oder mehr Testamente existieren, dann gilt grundsätzlich das zeitlich letzte Testament.
Ein früheres Testament kann nur noch insoweit gelten, als das letzte Testament dem früheren Testament inhaltlich nicht widerspricht.
Wenn man mehr als ein Testament macht, sollte man immer klarstellen, welches Testament gelten soll.
Wenn bereits ein gemeinschaftliches Testament oder ein Erbvertrag existiert, dann ist ein zeitlich späteres Testament unter Umständen unwirksam.

Das könnte Sie auch interessieren:
Mehrere Testamente errichtet? Woran sollte man immer denken?
Ist der Erblasser an ein bereits bestehendes Testament gebunden?
Vor der Abfassung eines Testaments immer klären: Existieren zeitlich frühere erbrechtliche Verfügungen?

Wenn kein Testament existiert, dann gilt immer die gesetzliche Erbfolge nach §§ 1924 ff. BGB.
Das Gesetz regelt in diesem Fall, wer das Vermögen des Erblassers bekommt. Kinder und Ehepartner erben vor anderen Verwandten.
Ohne Testament muss man sich als Erbe nach dem Erbfall auch nicht beim Nachlassgericht melden.
Der oder die gesetzlichen Erben müssen sich um die Abwicklung der Erbschaft kümmern.

Das könnte Sie auch interessieren:
Es wird erst gar kein Testament errichtet - Erbfolge richtet sich nach dem Gesetz
Testament schreiben - Formulierungen, die im Testament besser nicht auftauchen sollten
Was passiert, wenn man kein Testament verfasst?

Testamentseröffnung bedeutet, dass alle Beteiligten von dem Inhalt des Testaments in Kenntnis gesetzt werden.
Mit der Eröffnung des Testaments weiß man, ob man Erbe geworden ist, ein Vermächtnis bekommt oder vom Erblasser enterbt wurde.
Man erfährt durch die Testamentseröffnung von seinen Rechten, aber auch von seinen Pflichten als Erbe.
Nach der Testamentseröffnung hat man sechs Wochen Zeit für die Entscheidung, die Erbschaft auszuschlagen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Was passiert bei der Testamentseröffnung?
Wie lange dauert es, bis ein Testament eröffnet wird?
Was passiert nach der Testamentseröffnung?

Als Berliner Testament wird ein Testament von Eheleuten bezeichnet, bei dem sich die Ehepartner zuerst gegenseitig als Erben einsetzen und nach dem Tod der Eheleute die gemeinsamen Kinder Erben werden.
Ein Berliner Testament zeichnet sich dadurch aus, dass der überlebende Ehepartner die gemeinsam festgelegte Erbfolge in der Regel nicht mehr abändern kann.
Die Kinder werden bei einem Berliner Testament bei dem Tod des ersten Ehepartners enterbt und können den Pflichtteil fordern.

Das könnte Sie auch interessieren:
Das Berliner Testament - Das typische Testament von Ehegatten mit gemeinsamen Kindern
Am Ende sollen die Kinder alles erben – Wie kann man diesen Wunsch in einem Testament umsetzen?
Die drei Nachteile des Berliner Testaments für Eheleute

Es gibt Einzeltestamente, gemeinsame Testamente, private und notarielle Testamente.
Jede dieser Testamentsformen hat Vor- und Nachteile.
Ein privates Testament ist kostenlos, für ein notarielles Testament fallen Gebühren an.
Durch ein gemeinsames Testament bindet man sich häufig und verliert zum Teil seine Testierfreiheit.

Das könnte Sie auch interessieren:
Privates oder notarielles Testament – Gemeinsames Testament oder Erbvertrag – Wie soll man seine Erbfolge regeln?
Privates oder notarielles Testament – Was ist vorzugswürdig?
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag

Wer nach dem Tod eines Menschen ein Testament findet, muss es beim Nachlassgericht abliefern.
Zuständig ist immer das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene zuletzt gewohnt hat.
Es reicht aber grundsätzlich aus, wenn man das Testament bei einem beliebigen Amtsgericht in Deutschland abgibt.
Von dort wird das Testament an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Ablieferungspflicht des Testamentbesitzers
Die Folgen der Nichtablieferung eines Testamentes
Kann ein verschwundenes oder verloren gegangenes Testament trotzdem wirksam sein?

Wenn man mit dem Anwalt keine besondere Vereinbarung getroffen hat, darf der Anwalt für ein Testament nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer verlangen.
Das hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 12.04.2017 entschieden.
Im Normalfall ist es gerechtfertigt, dass ein Anwalt für den Entwurf eines Testaments ein angemessenes Honorar erhält.
Der Anwalt muss mit seinem Mandanten die Frage aber vorab klären.

Das könnte Sie auch interessieren:
Beratung beim Anwalt im Erbrecht – Welche Vergütung erhält der Rechtsanwalt?
Ein Testament beim Anwalt entwerfen lassen – Was kostet das?
Die Vergütungsvereinbarung mit dem Anwalt in erbrechtlichen Sachen
Über 600 aktuelle Entscheidungen der Gerichte zum Erbrecht

Der Anspruch auf den Pflichtteil entsteht immer dann, wenn der Verstorbene in seinem Testament einen nahen Familienangehörigen von der Erbfolge ausgeschlossen hat.
Kinder, Enkelkinder, der Ehepartner und unter Umständen sogar die Eltern des Erblassers können den Pflichtteil fordern, wenn der Verstorbene ihnen in seinem Testament nichts geben wollte.
Der Wert des Pflichtteils beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wer ist pflichtteilsberechtigt?
Wer ist nicht pflichtteilsberechtigt?
Wann muss kein Pflichtteil bezahlt werden?

Ein Testament kann zuhause, bei einer vertrauenswürdigen Person oder beim Amtsgericht aufbewahrt werden.
Die Verwahrung eines Testaments beim Amtsgericht kostet 75 Euro.
Die Verwahrung bei Gericht hat den Vorteil, dass das Testament nicht verfälscht oder vernichtet werden kann.
Außerdem ist sichergestellt, dass nach dem Tod alle von dem Testament erfahren.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wo sollte ein privates Testament verwahrt werden?
Ein Testament in die amtliche Verwahrung beim Amtsgericht geben
Wie kann ich sicherstellen, dass mein Testament im Erbfall auch umgesetzt wird?

Wenn kein Testament existiert, bekommen die Hinterbliebenen nach dem Tod keine Nachricht vom Nachlassgericht.
Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge.
Die gesetzlichen Erben müssen sich um den Nachlass kümmern und gegebenenfalls die Schulden des Verstorbenen bezahlen.
Wenn man keine Schulden erben will, muss man die Erbschaft binnen einer Frist von sechs Wochen ausschlagen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Erbfall ist eingetreten – Wer erbt?
Wer erbt nach der gesetzlichen Erbfolge?
Wie wirkt sich ein Testament auf die gesetzliche Erbfolge aus?

Ein Testament muss immer dann ausgelegt werden, wenn der Inhalt unklar ist.
Durch die Auslegung des Testaments wird der Wille des Verstorbenen ermittelt.
Entscheidend ist immer der Wille des Erblassers zum Zeitpunkt der Errichtung des Testaments.
Oft muss ein Gericht ein Testament auslegen, um entscheiden zu können, wer Erbe geworden ist und einen Erbschein erhält.
Das Gericht muss sich bei der Auslegung eines Testaments aber an strenge Regeln halten.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Auslegung eines Testaments – Wenn sich der Erblasser unklar ausdrückt
Auslegung eines Testaments – Was wollte der Erblasser?
Testament verunglückt? Unklare Anordnungen des Erblassers? Was können die Erben machen?

Es gibt verschiedene Formen von Testamenten. Welches Testament das beste ist, kann man nicht generell beantworten.
Am einfachsten ist das private handschriftliche Testament.
Wenn man mit seinem Ehepartner zusammen die Erbfolge regeln will, verfasst man am besten ein gemeinschaftliches Ehegattentestament.
Wenn man sich wegen der Formulierungen unsicher ist, kann man sich auch von einem Notar beraten lassen und ein notarielles Testament errichten.
Ein notarielles Testament kostet aber Geld.

Das könnte Sie auch interessieren:
Privates oder notarielles Testament – Gemeinsames Testament oder Erbvertrag – Wie soll man seine Erbfolge regeln?
Der Unterschied zwischen Testament und Erbvertrag
Ein Testament schadet nie!

Wer Erbe des Verstorbenen wird, wird im Testament festgelegt.
Es zählt alleine der Inhalt des Testaments, auch wenn man als Familienangehöriger das Testament als ungerecht empfindet.
Nur wenn man im Testament erwähnt ist, kann man auch erben.
Wenn man im Testament nicht vorkommt oder sogar ausdrücklich enterbt wurde, dann hat man als naher Familienangehöriger unter Umständen einen Anspruch auf den Pflichtteil.
Über den Pflichtteil ist man dann doch am Vermögen des Verstorbenen beteiligt.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wie wirkt sich ein Testament auf die gesetzliche Erbfolge aus?
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Wer hat zu beweisen, dass der Erblasser ein Testament errichtet hat?

Das Gesetz ist bei der Frage, wann ein Testament ungültig ist, sehr streng.
Wenn ein Testament nicht komplett von Hand geschrieben und unterschrieben ist, dann ist es in der Regel vollkommen ungültig.
Ein Testament ist weiter dann ungültig, wenn der Verfasser des Testaments nicht testierfähig war.
Hat der Verfasser des Testaments zum Beispiel aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes gar nicht verstanden, was er regelt, dann ist das gesamte Testament wegen Testierunfähigkeit unwirksam.
Man muss auch mindestens 16 Jahre alt sein, um (bei einem Notar) ein Testament machen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wann ist ein Testament unwirksam?
War der Erblasser testierfähig oder nicht? Wie kann man die Testierunfähigkeit beweisen?
Wie kann man ein Testament anfechten?

Ein handschriftliches Testament ist genauso wirksam wie ein notarielles Testament.
Es gibt keine Rangfolge zwischen einem handschriftlichen Testament und einem notariellen Testament.
Es gilt grundsätzlich aber immer das zeitlich spätere Testament.
Man kann durch ein späteres handschriftliches Testament ein zeitlich früheres notarielles Testament aufheben.

Das könnte Sie auch interessieren:
Was muss man beachten, wenn man ein Testament verfasst?
Zählt ein Erbvertrag mehr als ein Testament?
Wie erstelle ich ein Testament?

Für die Wirksamkeit eines Testaments ist es nicht erforderlich, dass man die Unterschrift unter dem Testament von einem Notar beglaubigen lässt.
Wichtig ist nur, dass nach dem Tod festgestellt werden kann, wer der Urheber des Testaments ist.
Gibt es Zweifel bei der Frage, wer das Testament verfasst hat, kann das Gericht einen Schriftsachverständigen einschalten und die Frage der Urheberschaft klären.

Das könnte Sie auch interessieren:
Diese Fehler sollten Sie beim Vererben vermeiden
Notarielle Beglaubigung – Beurkundung beim Notar – Wo ist der Unterschied?
Die Unterschrift unter dem Testament – Ohne Unterschrift ist das Testament unwirksam!

Für ein Testament ist immer das Nachlassgericht zuständig.
Das Nachlassgericht ist eine spezielle Abteilung des Amtsgerichts.
Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt gewohnt hat.
Das Amtsgericht verwahrt das Testament auf Wunsch und ist auch für die Eröffnung des Testaments zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Ablieferungspflicht des Testamentbesitzers
Testamentseröffnung beim Nachlassgericht - Was kostet das?
Bekommt man vom Nachlassgericht im Erbfall Hilfestellung?

Man kann seine Erbfolge sowohl durch ein Testament als auch durch einen Erbvertrag regeln.
Ein Rangverhältnis zwischen Testament und Erbvertrag besteht nicht. Beide sind gleich wirksam.
Es kann aber sein, dass ein Testament unwirksam ist, wenn es inhaltlich einem Erbvertrag widerspricht.
Hier kommt es auf den genauen Wortlaut des Erbvertrages an.

Das könnte Sie auch interessieren:
Zählt ein Erbvertrag mehr als ein Testament?
Erbvertrag abgeschlossen – Darf man im Nachhinein noch abweichend testieren?
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag

Für ein Testament beim Notar kann sprechen, dass man vom Notar beraten wird und der Notar Formulierungen für ein rechtssicheres Testament vorschlägt.
Alternativ kann man sich für die Formulierung eines Testaments auch an einen Anwalt wenden.
Ein Testament beim Notar kostet Geld. Je höher das Vermögen ist, desto höher fällt auch das Honorar des Notars aus.

Das könnte Sie auch interessieren:
Letzter Wille mit fachkundiger Beratung - Das öffentliche Testament beim Notar
Die notarielle Schweigepflicht - Notar ist zur Verschwiegenheit verpflichtet
Privates oder notarielles Testament – Was ist vorzugswürdig?

Ein Testament zu schreiben ist einfach.
Man benötigt nur ein Blatt Papier und einen Stift.
Für ein Testament braucht man keine Zeugen und man muss auch keinen Notar aufsuchen.
Das Testament muss leserlich und vor allem unterschrieben sein. Ohne Unterschrift ist das Testament unwirksam.
Man muss auch das gesamte Testament handschriftlich verfassen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wie erstelle ich ein Testament?
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Wann sollte man in jedem Fall ein Testament verfassen?

Es kann nie schaden, die eigene Erbfolge in einem Testament zu regeln.
Wenn mehrere Erben vorhanden sind oder das eigene Vermögen hoch ist, sollte man auf jeden Fall ein Testament verfassen.
Wenn man kein Testament errichtet, gilt die gesetzliche Erbfolge. Die gesetzliche Erbfolge passt aber nicht auf jeden Erbfall.
Wenn man ein Testament gemacht hat, sollte man regelmäßig prüfen, ob der Inhalt des Testaments noch aktuell ist.

Das könnte Sie auch interessieren:
Ein Testament schadet nie!
Wann sollte man in jedem Fall ein Testament verfassen?
Wer braucht ein Testament?

Man kann das Testament zu Hause aufbewahren oder es bei einem guten Freund in Verwahrung geben.
Alternativ kann man das Testament in die Verwahrung des Amtsgerichts geben.
Eine Verwahrung beim Amtsgericht kostet 75 Euro.
Man sollte den Familienangehörigen sagen, wo sich das Testament befindet.
Wenn das Testament nach dem Tod nicht gefunden wird, gilt die gesetzliche Erbfolge.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wo sollte ein privates Testament verwahrt werden?
Ein Testament in die amtliche Verwahrung beim Amtsgericht geben
Welche Dokumente sollte man für den Unglücks- oder Krankheitsfall erstellen?

Man kann in einer Patchworkfamilie ein Einzeltestament oder, wenn man verheiratet ist, ein gemeinsames Testament verfassen.
Wichtig wird auch bei der Patchworkfamilie immer die finanzielle Absicherung des Partners im Testament sein.
Man muss sich entscheiden, ob man nur die eigenen Kinder als Erben einsetzen will oder auch die Kinder des Partners.
Man sollte immer Regelungen in das Testament aufnehmen, die verhindern, dass der Ex-Partner von dem Erbe profitiert.

Das könnte Sie auch interessieren:
Das Testament in einer Patchworkfamilie – Eheleute haben jeweils eigene Kinder
Privates oder notarielles Testament – Gemeinsames Testament oder Erbvertrag – Wie soll man seine Erbfolge regeln?
Das typische Testament von Partnern, die nicht verheiratet sind

Nach einem Todesfall hat man die Pflicht, das Testament des Verstorbenen beim Amtsgericht abzuliefern.
Wenn man das Testament nicht beim Amtsgericht abliefert, macht man sich strafbar und kann seine Stellung als Erbe verlieren.
Man darf selber nicht darüber entscheiden, ob ein Testament wirksam ist oder nicht.
Über die Wirksamkeit eines Testaments entscheiden alleine die Gerichte.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Ablieferungspflicht des Testamentbesitzers
Wie kann man einen Testamentbesitzer zur Ablieferung eines Testaments bewegen?
Das Testament im Erbfall - Ist die Testamentseröffnung immer sichergestellt?

Wer noch nicht 18 Jahre alt ist, kann kein handschriftliches Testament machen.
Wenn man also z.B. mit 17 Jahren ein handschriftliches Testament macht, dann ist das Testament komplett unwirksam.
Wenn man aber 16 Jahre alt ist, kann man zu einem Notar gehen und dort ein notarielles Testament machen.
Ein notarielles Testament ist bereits ab 16 Jahren wirksam.

Das könnte Sie auch interessieren:
Ein Testament eines Testierunfähigen ist unwirksam
Wer kann ein Testament errichten?
Grundlegende Parameter bei der Abfassung eines Testaments

Man muss darauf achten, dass das Testament formwirksam ist.
Ein privates Testament muss zur Gänze mit Hand geschrieben und unterschrieben sein.
Man kann ein wirksames Testament nur dann verfassen, wenn man testierfähig ist. Eine schwere Krankheit kann gegen die Testierfähigkeit sprechen.
Man sollte vor einem Testament auch abklären, ob man in seiner Testierfreiheit eingeschränkt ist.
Wenn man früher bereits einen Erbvertrag oder ein gemeinsames Testament verfasst hat, dann kann ein neues Testament unwirksam sein.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Diese Fehler sollten Sie beim Vererben vermeiden
Wann ist ein Testament unwirksam?

Sobald das Nachlassgericht von dem Tod einer Person erfährt, hat es das Testament zu eröffnen.
Wenn das Testament erst beim Gericht abgeliefert werden muss, kann es bis zur Eröffnung des Testaments etwas dauern.
Das Gericht gibt nach der Eröffnung allen Beteiligten den sie betreffenden Inhalt des Testaments bekannt.
Wenn das Gericht erst die Adressen der Beteiligten ermitteln muss, kann es wieder zu Verzögerungen kommen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wie lange dauert es, bis ein Testament eröffnet wird?
Der Eröffnungstermin – Der Inhalt des Testaments wird bekannt gegeben
Das Testament im Erbfall - Ist die Testamentseröffnung immer sichergestellt?

Wenn sich der Ersteller des Testaments bei der Errichtung geirrt hat kann man das Testament anfechten.
Das gleiche gilt für den Fall, dass der Verfasser des Testaments bedroht wurde.
Ein Testament, das gar nicht vom Erblasser selber geschrieben wurde, kann angefochten werden.
Eine Testamentsanfechtung ist schließlich möglich, wenn der Erblasser nicht mehr testierfähig war.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wie kann man ein Testament anfechten?
Ein Testament kann auch noch nach Jahren angegriffen werden
Wann kann man sich die Anfechtung eines Testamentes sparen?

Eheleute können ihre Erbfolge in einem gemeinschaftlichen Testament gemeinsam regeln.
Es reicht hierfür aus, wenn ein Ehepartner das Testament handschriftlich verfasst und beide Eheleute unterschreiben.
Eheleute können auch ein notarielles Testament oder einen Erbvertrag machen.
Wenn die Eheleute ein gemeinsames Testament machen, dann entsteht eine unter Umständen eine Bindungswirkung.

Das könnte Sie auch interessieren:
Welche Möglichkeiten haben Eheleute, ihre Erbfolge zu regeln?
Das Berliner Testament - Das typische Testament von Ehegatten mit gemeinsamen Kindern
Die drei Nachteile des Berliner Testaments für Eheleute

In einem Testament kann nicht geregelt werden, wer nach dem Tod von Vater oder Mutter die Kinder bekommt.
Wenn ein Elternteil stirbt, dann übernimmt in aller Regel der überlebende Elternteil die Sorge für die gemeinsamen Kinder.
Wenn man nicht will, dass der überlebende Elternteil das Erbe für das Kind verwaltet, kann man dies in seinem Testament anordnen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Müssen Eheleute in ihrem Testament den Scheidungsfall regeln?
Die Auswirkungen der Scheidung auf Testament und Erbvertrag
Was passiert mit dem gemeinschaftlichen Testament von Eheleuten nach einer Scheidung?

Für die Testamentseröffnung ist das Nachlassgericht zuständig.
Das Nachlassgericht ist eine Unterabteilung des Amtsgerichts.
Zuständig ist dasjenige Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene zuletzt gelebt hat.
Von der Testamentseröffnung werden alle Beteiligten regelmäßig schriftlich vom Gericht unterrichtet.

Das könnte Sie auch interessieren:
Was passiert bei der Testamentseröffnung?
Wie lange dauert es, bis ein Testament eröffnet wird?
Was passiert nach der Testamentseröffnung?

Bevor jemand verstorben ist, kann ein Testament von einem Anwalt oder von einem Notar überprüft werden.
Wenn der Erbfall bereits eingetreten ist, wird die Wirksamkeit eines Testaments von den Gerichten überprüft.
Eine solche Überprüfung nimmt oft das Nachlassgericht vor, wenn um den Erbschein gestritten wird und nicht klar ist, ob das Testament wirksam ist.

Das könnte Sie auch interessieren:
Bekommt man vom Nachlassgericht im Erbfall Hilfestellung?
Welches Nachlassgericht ist für die Testamentseröffnung zuständig?
Wann kann man ein Testament nach dem Gesetz anfechten?

Ein Testament ist für immer gültig.
Auch wenn derjenige, der das Testament gemacht hat, krank und testierunfähig wird, wird ein einmal gemachtes Testament nicht unwirksam.
Ein Testament hat kein Haltbarkeitsdatum.
Ein Testament wird nur dann unwirksam, wenn es offiziell widerrufen wird oder ein neues Testament gemacht wird.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wie oft muss ein Testament erneuert werden?
Steht der Errichtung eines Testaments etwas im Weg? Testierfähigkeit und Testierfreiheit abklären!
Das Testament sollte immer mit einem Datum versehen sein

Wenn man ein Testament in einem Umschlag findet, ist es nicht verboten, den Umschlag zu öffnen.
Man muss das Testament aber unbedingt beim Amtsgericht abliefern.
Die offizielle Testamentseröffnung nimmt das Nachlassgericht vor.
Wenn der Umschlag, in dem sich das Testament befunden hat, geöffnet ist, so vermerkt das Gericht in seinem Protokoll.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die Ablieferungspflicht des Testamentbesitzers
Muss ein Testament eröffnet werden?
Die Folgen der Nichtablieferung eines Testamentes

Die Unterschrift unter einem Testament muss nicht beglaubigt werden.
Wenn man will, kann man eine Unterschrift unter einem Testament aber bei jedem Notar beglaubigen lassen.
Ein Testament ist aber auch ohne Beglaubigung wirksam.
Wichtig ist nur, dass das Testament am Ende unterschrieben wird.

Das könnte Sie auch interessieren:
Notarielle Beglaubigung – Beurkundung beim Notar – Wo ist der Unterschied?
Checkliste für die Errichtung eines Testamentes
Das kostet ein typisches Testament nach den Bestimmungen des neuen GNotKG beim Notar

Ein Testament ist immer dann gültig, wenn es ganz in Handschrift geschrieben und am Ende unterschrieben ist.
An Stelle eines handschriftlichen Testaments kann man auch ein notarielles Testament machen.
Der Verfasser des Testaments muss testierfähig sein.
Das bedeutet, dass derjenige, der das Testament macht, über 18 Jahre alt sein muss und nicht so krank sein darf, dass er nicht versteht, was er macht.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wann ist ein Testament unwirksam?
Testament gefälscht? Schriftvergleich bringt Klarheit!
Psychische Störungen führen zur Testierunfähigkeit – Testament ist unwirksam

Es gibt private und notarielle Testamente.
Ein privates Testament muss man selber von Hand schreiben und unterschreiben.
Ein privates Testament ist genauso wirksam, wie ein notarielles Testament.
Wenn man verheiratet ist, kann man mit seinem Ehepartner auch ein gemeinsames Testament machen.
Beim gemeinsamen Testament reicht es aus, wenn einer das Testament komplett von Hand schreibt und beide Ehepartner unterschreiben.

Das könnte Sie auch interessieren:
Einzeltestament, gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag - Wie soll man seine Erbfolge regeln?
Privates oder notarielles Testament – Was ist vorzugswürdig?
Verschiedene Möglichkeiten - Testament - Gemeinschaftliches Testament - Erbvertrag

Man kann jedes Testament offiziell beim Amtsgericht hinterlegen.
Dort wird das Testament dann verwahrt, bis man stirbt.
Eine solche Verwahrung bei Gericht kostet 75 Euro.
Man kann nach einer Hinterlegung bei Gericht aber sicher sein, dass das Testament nicht geändert oder vernichtet wird.
Das Testament wird nach dem Tod in jedem Fall vom Gericht eröffnet.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wo sollte ein privates Testament verwahrt werden?
Wie kann ich sicherstellen, dass mein Testament im Erbfall auch umgesetzt wird?
Ein Testament in die amtliche Verwahrung beim Amtsgericht geben

Das Nachlassgericht schickt allen Beteiligten eine Kopie des Testaments.
In jedem Fall bekommen die gesetzlichen Erben eine Kopie des Testaments.
Wenn in dem Testament ein Vermächtnis steht, bekommt auch der Vermächtnisnehmer ein Testament.
Jeder, dessen Rechte durch das Testament betroffen ist, erhält eine Kopie des Testaments.

Das könnte Sie auch interessieren:
Was passiert bei der Testamentseröffnung?
Nachlassgericht gewährt Einsicht in Testament und Nachlassakten
Welches Nachlassgericht ist für die Testamentseröffnung zuständig?

Die Testamentseröffnung findet unmittelbar nach dem Tod eines Menschen statt.
Wie schnell ein Testament eröffnet wird, hängt davon ab, ob sich das Testament bereits beim Nachlassgericht befindet oder dort erst abgegeben wird.
Auch die Ermittlung aller Beteiligten an einer Erbschaft kann zu einer Verzögerung der Testamentseröffnung führen.

Das könnte Sie auch interessieren:
Der Eröffnungstermin – Der Inhalt des Testaments wird bekannt gegeben
Wie lange dauert es, bis ein Testament eröffnet wird?
Was passiert nach der Testamentseröffnung?

Im Testament wird vor allem geregelt, wer das Vermögen einer Person erhalten soll, wenn die Person stirbt.
Man kann im Testament Erben benennen und man kann ein Vermächtnis machen.
Man kann aber auch viele weitere Fragen zur Verteilung des eigenen Vermögens im Testament klären.
Wichtig ist vor allem, dass man das Testament am Ende unterschreibt.

Das könnte Sie auch interessieren:
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Was muss man beachten, wenn man ein Testament verfasst?
Grundlegende Parameter bei der Abfassung eines Testaments

Man kann in seinem Testament den Ehepartner, Freunde, Bekannte, Verwandte oder auch karitative Organisationen als Erben einsetzen.
Den Pflichtteil können bei einem kinderlosen Erblasser nur die eigenen Eltern oder der Ehepartner geltend machen.
Wenn man kein Testament macht, gilt die gesetzliche Erbfolge und es erbt der Ehepartner und die eigenen Eltern oder Geschwister.

Das könnte Sie auch interessieren:
Das Testament einer allein stehenden Person
Nichteheliche Lebensgemeinschaft – Was müssen die Partner bei der Regelung der Erbfolge bedenken?
Privates oder notarielles Testament – Gemeinsames Testament oder Erbvertrag – Wie soll man seine Erbfolge regeln?

Man kann ein Testament zuhause aufbewahren.
Man sollte nur sicherstellen, dass das Testament nach dem Tod auch gefunden wird.
Man kann sein Testament auch bei einem guten Freund oder Verwandten zur Verwahrung geben.
Am sichersten ist es, wenn man das Testament in die Verwahrung des Amtsgerichts gibt.
Dann kann man sicher sein, dass das Testament weder verfälscht noch vernichtet und nach dem Tod auch umgesetzt wird.

Das könnte Sie auch interessieren:
Wo sollte ein privates Testament verwahrt werden?
Das Testament im Erbfall - Ist die Testamentseröffnung immer sichergestellt?
Wie kann ich sicherstellen, dass mein Testament im Erbfall auch umgesetzt wird?

In einem Testament müssen die Erben benannt werden.
Wenn man spezielle Wünsche in Bezug auf die Verteilung des eigenen Vermögens nach dem Tod hat, sollte man das in dem Testament angeben.
Man kann in einem Testament auch ein Vermächtnis aussetzen.
Man kann in seinem Testament anordnen, welche Person enterbt sein soll und gar nichts erhält.
Wichtig ist die Unterschrift am Schluss des Testaments.

Das könnte Sie auch interessieren:
Grundlegende Parameter bei der Abfassung eines Testaments
Die wichtigsten Regelungen in einem Testament
Wann sollte man in jedem Fall ein Testament verfassen?

Anwalt für Erbrecht
Rechtsanwalt Dr. Georg Weißenfels
Gründer des Erbrecht-Ratgebers
Maximilianstraße 2
80539 München
Tel.: 089-20 500 855 70

Mit Ihrer umsichtigen Hilfe haben wir die Dinge in die richtige Richtung lenken können; entscheidend war dabei vor allem Ihr erstklassiges schriftsätzliches Vorbringen vor dem Nachlassgericht und Ihre zielgerichteten Verhandlungen mit den anderen Parteien zur Beilegung von festgefahrenen Gegensätzen.

G.v.U. aus Feldafing

Wir verdanken Herrn Dr. Weißenfels ein für alle Seiten positives Ende eines außergerichtlichen Vergleiches, zu dem es ohne seine Taktik und seine starke Positionierung der Fakten nie gekommen wäre. Wir würden Herrn Dr. Weißenfels mit seiner speziellen Kompetenz in Erbsachen jedem guten Freund weiter empfehlen.

D.K. aus Augsburg

Ich möchte mich recht herzlich für die erfolgreiche kompetente Unterstützung und sehr angenehme und schnelle Zusammenarbeit mit Ihnen bedanken. Ich kann Sie an "ALLE Unwissenden in Sachen Erbe" mit gutem (bestem) Gewissen weiterempfehlen.

E.R. aus Teneriffa, Spanien

Ohne die überaus kompetente, freundliche und unkomplizierte Hilfe von Herrn Dr. Weißenfels hätten wir die Regelung unserer Erbschaft in Deutschland und Österreich nicht hinbekommen. Die ganze Familie dankt Ihnen sehr herzlich und kann Ihre Kanzlei nur weiterempfehlen.

E.N. aus Krailling

Ich danke Herrn Dr. Weißenfels von Herzen, dass er nichts unversucht lässt, um die aus einem verunglückten Übergabevertrag resultierenden Nachteile erfolgreich anzufechten.

G.L. aus Wolfratshausen

Super kompetenter Anwalt, sehr erfahren in erbrechtlichen Angelegenheiten, immer gut erreichbar und berät sehr schnell und vor allem verständlich. Ich bin mehr wie zufrieden und kann ihn nur weiterempfehlen.

H.H. aus Nürnberg

Hier ist man in guten Händen und die Beratung ist exzellent. Ein ehrlicher Anwalt!

M.P. aus München

Wir waren mit der Beratung äußerst zufrieden - Exzellent formulierte Schriftsätze - Zuverlässig in der Kommunikation. Die Ratschläge haben uns sehr weitergeholfen.

U. und F. C. aus München

Erbrecht