Unfallversicherung zahlt Bestattungskosten und Überführungskosten

Ist eine in der gesetzlichen Unfallversicherung versicherte Person aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit verstorben, dann haben Hinterbliebene neben möglichen Rentenansprüchen auch einen Anspruch auf Zahlung von Sterbegeld sowie auf Erstattung von Überführungskosten des Leichnams, § 63 SGB VII.

Den Anspruch auf Sterbegeld gegen die gesetzliche Unfallversicherung können Witwen, Witwer, Kinder, Stiefkinder, Pflegekinder, Enkel, Geschwister, frühere Ehegatten und Verwandte der aufsteigenden Linie der Versicherten gegenüber der Versicherung geltend machen, § 64 SGB VII.

Höhe des Sterbegeldes

Der Anspruch auf Sterbegeld besteht in Höhe eines Siebtels der im Zeitpunkt des Todes geltenden jährlichen Bezugsgröße. Für das Jahr 2013 beträgt diese Bezugsgröße für die alten Bundesländer Euro 32.340 und für die neuen Bundesländer Euro 27.300. Dem folgend beläuft sich das im Westen von der Unfallversicherung gezahlte Sterbegeld auf einen Betrag in Höhe von Euro 4.620 und im Osten Deutschlands Euro 3.900.

Kosten für die Überführung des Leichnams

Neben dem Sterbegeld werden von der Unfallversicherung auch noch die Kosten für die Überführung des Leichnams übernommen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Tod nicht am Ort der ständigen Familienwohnung der Versicherten eingetreten ist und sich der Versicherte an diesem Ort aus Gründen aufgehalten haben, die im Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit oder mit den Folgen des Versicherungsfalls stehen. Diese Voraussetzungen sind klassischerweise dann erfüllt, wenn ein Arbeitnehmer an der Arbeitsstelle im Rahmen eines Arbeitsunfalls verstirbt.

Überführungskosten werden also nicht erstattet, wenn der Versicherte an einem Ort verstirbt, der in keinem Zusammenhang mit seiner Arbeit, z.B. im Urlaub, verstirbt.

Wer hat Anspruch auf die Leistungen?

Das Sterbegeld und die Überführungskosten werden von der Unfallversicherung an denjenigen gezahlt, der die Bestattungs- und Überführungskosten im konkreten Fall trägt.

Soweit kein Verwandter vorhanden ist, der die Kosten für die Bestattung und/oder Überführung übernimmt, können die Versicherungsleistungen auch an denjenigen ausbezahlt werden, der die Kosten übernommen hat. Es ist also auch vorstellbar, dass Sterbegeld und Überführungskosten beispielsweise direkt an einen Bestattungsunternehmer bezahlt werden.

Das könnte Sie auch interessieren:
Versicherter Personenkreis in der Unfallversicherung - Wer ist gesetzlich unfallversichert?
Wann tritt bei der Unfallversicherung der Versicherungsfall ein?
Die Lebensversicherung im Erbrecht - Gehört sie zum Nachlass?
Über 500 aktuelle Entscheidungen der Gerichte zum Erbrecht

Anwalt für Erbrecht
Rechtsanwalt Dr. Georg Weißenfels
Gründer des Erbrecht-Ratgebers
Maximilianstraße 2
80539 München
Tel.: 089-20 500 855 70

Ich danke Herrn Dr. Weißenfels von Herzen, dass er nichts unversucht lässt, um die aus einem verunglückten Übergabevertrag resultierenden Nachteile erfolgreich anzufechten.

G.L. aus Wolfratshausen

Super kompetenter Anwalt, sehr erfahren in erbrechtlichen Angelegenheiten, immer gut erreichbar und berät sehr schnell und vor allem verständlich. Ich bin mehr wie zufrieden und kann ihn nur weiterempfehlen.

H.H. aus Nürnberg

Hier ist man in guten Händen und die Beratung ist exzellent. Ein ehrlicher Anwalt!

M.P. aus München

Wir waren mit der Beratung äußerst zufrieden - Exzellent formulierte Schriftsätze - Zuverlässig in der Kommunikation. Die Ratschläge haben uns sehr weitergeholfen.

U. und F. C. aus München

Erbrecht