Wie wird der Pflichtteil gegen Beeinträchtigungen geschützt?

Das Gesetz sieht für Kinder, Eltern und den Ehegatten des Erblassers den Pflichtteilsanspruch als zwingende Mindestbeteiligung am Nachlass für den Fall vor, dass der Erblasser eine Person aus dem vorgenannten Kreis kraft letztwilliger Verfügung von der Erbfolge ausgeschlossen hat und die Person bei gesetzlicher Erbfolge als Erbe berufen wäre.

Diese Entscheidung des Gesetzgebers mag man je nach Standpunkt gut oder schlecht finden. An die auch vom Bundesverfassungsgericht als verfassungskonform gebilligten Grundsatzentscheidung des Gesetzgebers ist man jedoch jedenfalls gebunden.

Folgerichtig kennt das Gesetz in Zusammenhang mit dem Pflichtteilsrecht eine Vielzahl von Vorschriften, die eine ungerechtfertigte Schmälerung des Pflichtteilsrechts durch den Erblasser nach Möglichkeit verhindern sollen. Es soll so ausgeschlossen werden, dass der Erblasser bereits zu Lebzeiten durch entsprechende Transaktionen den Pflichtteilsanspruch aushöhlt und wertlos macht.

Diese Vorschriften lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  1. Der Pflichtteilsberechtigte erhält zwar einen Erbteil, dieser ist jedoch von geringem Wert oder belastet.

  2. Der zur Berechnung des Pflichtteils zugrunde zu legende Nachlass ist um ausgleichspflichtige Zuwendungen, die ein weiterer Abkömmling zu Lebzeiten von dem Erblasser erhalten hat, zu erhöhen.

    Schenkungen, die der Erblasser zu Lebzeiten getätigt hat, führen zu einem Pflichtteilsergänzungsanspruch.

Weitere Informationen zu den einzelnen Themen können den jeweiligen Kapiteln entnommen werden.

Das könnte Sie auch interessieren:
Der Erbteil ist nur geringwertig oder belastet
Zuwendungen an Abkömmlinge erhöhen den Pflichtteil
Schenkungen des Erblassers erhöhen den Pflichtteil
Über 500 aktuelle Entscheidungen der Gerichte zum Erbrecht

Anwalt für Erbrecht
Rechtsanwalt Dr. Georg Weißenfels
Gründer des Erbrecht-Ratgebers
Maximilianstraße 2
80539 München
Tel.: 089-20 500 855 70

Ich danke Herrn Dr. Weißenfels von Herzen, dass er nichts unversucht lässt, um die aus einem verunglückten Übergabevertrag resultierenden Nachteile erfolgreich anzufechten.

G.L. aus Wolfratshausen

Super kompetenter Anwalt, sehr erfahren in erbrechtlichen Angelegenheiten, immer gut erreichbar und berät sehr schnell und vor allem verständlich. Ich bin mehr wie zufrieden und kann ihn nur weiterempfehlen.

H.H. aus Nürnberg

Hier ist man in guten Händen und die Beratung ist exzellent. Ein ehrlicher Anwalt!

M.P. aus München

Wir waren mit der Beratung äußerst zufrieden - Exzellent formulierte Schriftsätze - Zuverlässig in der Kommunikation. Die Ratschläge haben uns sehr weitergeholfen.

U. und F. C. aus München

Erbrecht